Charaki
Überblick
Wer in Archangelos Urlaub macht, besucht sicherlich den Stegna Beach. Der nächste schöne Strand befindet sich in der Bucht von Charaki (auch Haraki genannt). Charaki ist ein Fischerdorf an der Ostküste von Rhodos, das zum Gemeindebezirk Archangelos gehört. Es liegt etwa 8 Kilometer südlich vom Gemeindezentrum in Archangelos entfernt. Oberhalb der Ortschaft liegt die Festungsruine Feraklos. Die Buchten bzw. Strände Agathi und Stegna liegen in der Nähe. Neben der Fischerei ist Charaki auch ein kleiner Ferienort mit den üblichen Tavernen, Restaurants und Bars. Charaki liegt in einer kleinen, malerischen Bucht und es sind hier auch Ferienwohnungen zu haben.
Charaki ist etwa 30 Minuten vom internationalen Flughafen Rhodos und etwa 10 Autominuten von der Stadt Lindos entfernt.
Charaki
Auf der ehemaligen Akropolis befindet sich die Ritterburg Feraklos. Feraklos wurde von den Rittern des Johanniterordens erbaut und war die letzte Festung auf der Insel Rhodos, die den anstürmenden Janitscharen Widerstand leisten konnte. Danach kam auch diese Burg in den Besitz des Osmanischen Reiches. Von der Festung Feraklos haben sie einen Panoramablick über die Ostküste mit Blick auf Charaki, den Sandstrand von Agia Agathi und weiter im Süden sogar bis zur Stadt Lindos.
In der Umgebung des alten Kastells sind Wildgebirgschafe und Mufflons gesichtet worden, ob sie aber dauerhaft in dieser Gegend wohnen, bezweifle ich.
Geschichte
Charaki (griechisch: Χαράκι (n. sg.), auch Haraki) ist ein kleiner Küstenort an der Ostküste der griechischen Insel Rhodos. Verwaltungstechnisch zählt der Ort zu Malonas im Gemeindebezirk Archangelos. Der Ort Charaki liegt an einer nach Süden ausgerichteten halbkreisförmigen Bucht unterhalb der Burgruine Feraklos, die den Ort sowie den Doppelhafen der Bucht von Charaki im Süden und der Bucht von Agia Agathi im Norden dominiert. Vom 85 Meter hohen Felsen besteht Sichtkontakt zu anderen befestigten Orten, dem Hügel von Koumelo und der Insel Agios Nikolaos im Norden sowie nach Lindos im Süden.
In unmittelbarer Ortsnähe befinden sich Ruinen eines römisch-frühbyzantinischen Bades, die Überreste einer dreischiffigen Basilika sowie einer mittelalterlichen Zuckermühle aus der Johanniterzeit.
Archäologische Funde belegen, dass bei Charaki und in der näheren Umgebung bereits seit prähistorischer Zeit wiederholt Menschen lebten. Unterhalb des Feraklosfelsens unweit der Küste bei Agia Agathi aufgefundene Scherben aus rötlicher Keramik sowie Klingen und Abschläge aus Obsidian von der Kykladeninsel Milos belegen die Anwesenheit von Menschen in der Jungsteinzeit. [1]
Auf dem Feraklosfelsen wurden ebenfalls Obsidianabschläge sowie aus mykenischer Zeit Keramikfragmente nachgewiesen. In der weiteren Umgebung sind von mehreren Fundorten Gräber aus der Spätbronzezeit, der hellenistischen und römischen Zeit bekannt. Bei den spätbronzezeitlichen Gräbern handelt es sich um einen bisher auf Rhodos unbekannten Grabtyp, der Ähnlichkeiten mit Gräbern von Perati in Attika, der Nekropole von Alaas auf Zypern sowie mit Knossos auf Kreta aufweist. Eine zugehörige Siedlung ist nicht bekannt, als deren mögliche Standorte werden die Akropolis von Feraklos oder die moderne Siedlung von Charaki angenommen. [1]

Ehemalige Festung der Johanniterritter von Rhodos in Archangelos - eingebunden über Wikimedia Commons
Johanniterburg Feraklos
Sowohl Archangelos als auch das Dorf Charaki besitzen jeweils eine Festung aus der Ritterzeit. In Charaki ist dies die Festung Feraklos und in Archangelos die Burg St. Johannes. Die Burg Feraklos oder besser gesagt die Festung thront über der Ortschaft Charaki, einem ehemaligen Fischerdorf. Die Festungsruinen dominieren die Ansicht von Charaki, besonders am Abend, wenn die Burg mit einer aufwendigen Beleuchtung angestrahlt wird. Die Burg Feraklos (griechisch: Κάστρο Φεράκλου), auch Feraklou (Φερακλού) oder Burg Faraklenon (Φαρακλενόν Κάστρο) genannt, ist eine mittelalterliche Festungsruine, die auf einem 85 Meter hohen Hügel thront und das Dorf Charaki an der Ostküste der Insel Rhodos (Griechenland) überblickt. [2]
Geschichte
Die Festung wurde ursprünglich in byzantinischer Zeit errichtet. Am 20. September 1306 wurde sie von den Johannitern eingenommen; sie war ihr erster Besitz auf der Insel, die später zu ihrer Hauptbasis werden sollte. Bereits im Jahr 1408 war die Anlage verfallen; unter den Großmeistern Giovanni Battista Orsini (1467 - 1476) und Pierre d'Aubusson (1476 - 1503) wurde sie jedoch als Festung instand gesetzt, um das Umland zu schützen – insbesondere aber, um die nahegelegenen Ankerplätze an den Stränden von Charaki und Agia Agathi zu überwachen. [2]
Nach 1470 gaben die Johanniter alle anderen Befestigungsanlagen auf der Insel auf; lediglich Feraklos, das nahegelegene Lindos und die Stadt Rhodos wurden weiterhin unterhalten und ihrerseits weiter verstärkt. Ein Erlass aus dem Jahr 1474 legte fest, dass die Burg Feraklos den Bewohnern der Dörfer Malona, Salia, Katagros, Zinodotou und Kaminari im Falle einer Gefahr als Zufluchtsort dienen sollte.
Im Jahr 1523, wenige Monate nach der Eroberung der Stadt Rhodos, wurde die Festung nach einer langen Belagerung vom Osmanischen Reich eingenommen. Die Osmanen nutzten die Burg in der Folgezeit nicht mehr, und so ist sie seither verlassen. [2]
Anlage
Die Festung weist einen unregelmäßigen, polygonalen Grundriss auf; ihre Umfassungsmauer erstreckt sich über eine Länge von 680 Metern und umschließt eine Fläche von 1.700 Quadratmetern. Die nördlichen und westlichen Abschnitte der Anlage stammen noch aus byzantinischer Zeit, während die übrigen Teile auf Erweiterungen oder Umbauten durch die Johanniter zurückgehen. Im südlichen Mauerabschnitt sind bis heute ein einzelnes Tor sowie zwei zylindrische Türme erhalten geblieben; im Inneren der Anlage befindet sich zudem eine Zisterne. [2]
Archangelos
Archangelos liegt im Nordosten der griechischen Insel Rhodos und hat seinen Namen nach dem Erzengel Michael erhalten, der auch der Schutzpatron des Ortes ist. Archangelos heißt auch der Gemeindebezirk mit etwa 7.800 Einwohnern an der Ostküste der griechischen Insel Rhodos. Der Ort befindet sich in einer Distanz von etwa 35 Kilometer südlich von Rhodos (Stadt). Zum Gemeindebezirk gehören die Orte Archangelos, Monastiri Tsambika, Stegna, Malonas, Masari und Charaki. Trotz seiner Nähe zum Meer befindet sich der Ort nicht direkt an der Küste, sondern auf einer Höhe von 160 Meter an der Rückseite eines Felsmassives und ist so vom Meer aus nicht zu sehen.
Weitere Informationen zum Dorf Archangelos auf der Insel Rhodos finden Sie hier....!
Tal der Schmetterlinge
Das Tal der Schmetterlinge (griechisch: Kilada ton Petaloudon) befindet sich im Nordwesten der griechischen Insel Rhodos. Das Tal kann an drei Stationen gegen Eintritt zur Besichtigung betreten werden. Der Talgrund ist über abgesperrte Wege, Holzstege und Treppen bequem begehbar. In diesem Tal ist die endemische Unterart (Callimorpha quadripunctaria rhodosensis) des Russischen Bären in großer Zahl anzutreffen. Grund dafür ist, dass dieses Tal von einem bedeutenden Vorkommen des Orientalischen Amberbaums....
Weitere Informationen zum Schmetterlingstal auf der Insel Rhodos finden Sie hier....!
Quellenangabe:
1.: Die Informationen zum Fischerdorf Charaki bei Archangelos auf der griechischen Insel Rhodos stammen aus der Wikipedia, zuletzt abgerufen am 15.05.2026!
2.: Die Informationen zur Johanniterburg Feraklos bei Charaki und Archangelos auf der griechischen Insel Rhodos stammen aus der Wikipedia, zuletzt abgerufen am 15.05.2026!
Die Fotos aus der Wikimedia Commons "Eyecatcher: Charaki am Morgen - Autor: Volodymyr Vlasenko" - "...griechisch-orthodoxe Kirche St. Peter und Paul in Charaki - Autor: Kritzolina" - "Charaki - Autor: Carlo Pelagalli" - "Blick auf die Bucht von Charaki - Foto: Bob&Anne Powell" - "Fischerdorf Charaki bei Archangelos - Autor: Faceofjoe" sind lizenziert unter der Creative Commons-Lizenz „Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported".
Die Fotos aus der Wikimedia Commons "Johanniterburg Feraclos; Kirche Agios Georgios (Charaki); Alte Stadtmauern (Charaki); (6 Fotos) - Autor: Chris06" sind lizensiert unter der Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0) Lizenz!









